Sonntag, 6. November 2016

Eine Fränkische Herbst-Joggling-Serie

VII Mit dem 22. Großhabersdorfer Bibertlauf am 06.11.lasse ich diese Serie ausklingen. 
Aber bevor der verbleibende Herbst nur noch wenig zu bieten hat lockte noch mal der Mischwald, mit einer garantiert schönen Laubfärbung, egal wie das Wetter mitspielt. Und natürlich verpflichtete auch die familiär freundliche Atmosphäre, getragen von Gerhard und Manfred und den freundlichen Helfern am Ortsrand von Großhabersdorf.

Nach zwei Jahren mit sonnigem Traumwetter, war es diesmal eher bescheiden nass und kühl, aber die beiden Runden durch den Wald entlang und oberhalb des Bibertgrundes waren dennoch reizvoll. Ein kleines, meist sehr ambitioniertes Läuferfeld von diesmal etwa 70 Teilnehmenden auf dem 'langen Kanten' (wie Manfred es später bei der Siegerehrung kommentiert) und unsereins im hinteren Feld mit dabei. 

Joggling mit vier Bällen geht auf teilweise asphaltiertem Weg gut, auch auf den Schotterwegen, aber kaum auf den An- und Abstiegabschnitten, zumal das nasse Laub am Boden besondere Aufmerksamkeit fordert. 

So joggle ich etwa die Hälfte der Strecke mit drei und die andere Hälfte mit vier Bällen. Die Streckenführung hat etwas Biss und ist sportlich gesehen sowohl für die 7km- wie für die 13km-Variante reizvoll. So nimmt es mein Lauffreund Jochen, der hier zum ersten Mal startet und in seiner Altersklasse den ersten Platz macht. Meine Frau und ich bleiben bei dem eher bescheidenen Anspruch nicht als Letzte ins Ziel zu kommen. Na das schaffen wir und haben auf der Strecke wirklich die schöne Herbstwaldatmosphäre genossen.  

Schön die Wertschätzung hier am Ende für jede Läuferin/jeden Läufer und dann an diesem Lauftag ins Warme zu kommen - heute ist das wieder die Werkstatthalle und nicht wie in den zwei Jahren zuvor der sonnige Hof davor. 
Es gibt ein reichhaltiges Buffett (man sollte jedoch nicht zu spät da sein) und eine Tombola (in diesem Jahr geht es um Lebkuchen-Truhen) und Brot oder Honig ist das Preisgeld. 

Jochen kann für das Langstreckenteam eine Lebkuchentruhe empfangen, für seinen Altersklassenplatz ein Brot, sein Sohn nimmt ein Glas Honig mit und wir beide jonglieren anschließend noch ein bißchen vor der Halle bevor es nach Hause geht.





VI 3. Erlanger Lauf gegen Krebs am 16.10.: Ich bin für die erste Startgruppe im Hauptlauf gemeldet. Zunächst  - wie auch in den zwei Jahren zuvor - bringe ich meine zahlreichen Bambinis auf die Strecke, mit vorbereiteten Startnummern und etwas Warming-Up und dann natürlich begleitend. Das ist immer auch Seelenfreude für mich - und zudem eine wunderbare Einstimmung für mein eigenes 'Auftreten'. 
Das Wetter ist wie beim ersten Lauf hier einfach traumhaft: Sonne pur und 18°C. Ich habe etwa wieder Halbmarathondistanz im Kopf - weiß ja, dass es geht seit letzter Woche. Und dann sind Viele unterwegs auf den 900m-Runden. Etwas Reden mit Bekannten auf der Strecke, aber doch auch konzentriert sein beim Bälle werfen - ein häufiger Wechsel zwischen drei und vier Bällen. Die kurzen Runden lassen treues Publikum an bestimmten Streckenabschnitten sehr bewusst werden und ich bedanke mich umso mehr, je länger ich dabei bin. Die Power - getragen auch vom Spendeneffekt - reicht heute gut für 25 Runden.
Joggler und Joggler in spe?
Als ich gehe weiß ich genau, dass meine Kindergartenkinder unseren Stadtpark nun immer auch mit ihrem Lauf verbinden werden und ich als Joggler habe auch meine Spuren hier vertieft. Im nächsten Jahr gerne wieder ...


V 14. Herbstlauf Schloss Thurn am 08.10.: Start 11 Uhr in der 'Westernstadt' des
Freizeitparks. Eine überschaubare Gruppe von Ein-Runden-Läufern (7km), Staffel-Halbmarathon-Läufern und Drei-Runden-Läufern zieht los - zunächst an den Kamelen vorbei. 
Die Halbmarathondistanz ist im Kopf gebucht und so gehe ich es gleich recht gemütlich an. Längere als ein, zwei 15km-Strecken bin ich in diesem Jahr bislang nicht gelaufen, also ist es ausnahmsweise etwas experimentell. Drei Bälle und vier Bälle müssen im Werfen abgewechselt werden, angesichts gelegentlicher Sonne im Gegenlicht oder wegen der Bodenbeschaffenheit. Hinter mir befinden sich auf der ersten Runde nur noch eine Gruppe von noch gemütlicheren 7km-Läufern, die meisten Staffel- und Halbmarathonläuferinnen und -läufer sind hier einmal mehr sehr ambitioniert und entsprechend vorne weg.

... noch 21,1 Meter bis ins Ziel ;-)
Eine abwechslungsreiche Runde führt durch den Freizeitpark, dann Wald und Flurwege und etwas 'up and down' durch die Orte Hausen und Heroldsbach und zurück in den Park.
Das Durchlaufen durchs Startportal nach der ersten und zweiten Runde gerät natürlich passend zum Ambiente der Westernstadt zur großen Joggling-Show und so komme ich gar nicht auf die Idee eventuell nach 14km aufzuhören. Dennoch fühlt sich meine letzte Runde dann hart an. Ich spüre deutlich den fehlenden Trainingsumfang. Aber mit jedem geschafften Kilometer auf der letzten Runde steigert sich auch die Freude über die Wirkung der Willenskraft und so jongliere und laufe ich als einer der Letzten Halbmarathonis doch fröhlich ins Ziel.

Und danach:
... bald vielleicht als Joggler zu sehen
Jochen Brosig vom Langstreckenteam - der den Halbmarathon in eineinhalb Stunden gelaufen war - ehrt mich noch etwas mit Foto-Shooting und möchte das Jonglieren lernen und ich erkläre ihm das Prinzip auf dem Weg vom Freizeitpark zu den Umkleiden in der etwas entfernten Sporthalle. Er wirkt natürlich auch hier ambitioniert und da er in Aussicht stellt im nächsten Jahr auch mit Jonglierbällen hier zu laufen, überlasse ich ihm kurzerhand drei meiner Bälle zum direkten Üben-Können. 
zukünftig: Joggle Happy And Smile?
Und wie es das Schicksal heute will, gab es in meiner Altersgruppe nur einen Mitstreiter auf meiner Distanz und so schaffe ich es aufs Treppchen und kann dort noch mal kurz das Grundmuster des Dreiball-Jonglierens demonstrieren. 
Ein fast  schon zu würdiger Abschluss meines diesjährig krankheits- und verletzungsbedingt ersten Versuchs über 21km.


Für die Gesundheit ...einen Schritt voraus ...
IV 6. ERH-Vital-Lauf am 30.09.: Start 17:50 Uhr - Neben den Starts über eine oder zwei Runden stehen für den 10 km-Lauf (3 Runden) über 200 Läuferinnen und Läufer am Startfeld. Teams aus den im Netzwerk verbundenen Unternehmen sind hier vor allem vertreten. Die Läuferstimmung ist geprägt von ambitioniert bis locker. Die Strecke empfinde ich als sehr entspannend, führt sie doch in früher Abendstimmung vom Ort aus durch die beeindruckende Weiherlandschaft des Aischgrundes (der größten zusammenhängenden Weiherlandschaft Europas). In der Enge des anfänglichen Lauffeldes und an einigen Streckenabschnitten geht es es nur mit drei Bällen, aber ab der zweiten Runde kommt auch der vierte Ball mehr zum Einsatz. Ein drei Mal zu nehmender kleiner Anstieg zum Ort zurück wird durch bestens anfeuerndes Zuschauer erleichtert. Und das kommt mir besonders in der letzten Runde recht, nachdem ich mich wegen Unachtsamkeit (für eine Baumwurzel) anderthalb Kilometer vor dem Ziel längs in den Staub gelegt hatte und mit kleinen Schürfwunden und staubigen Händen meine Show gut ins Ziel bringen will. Sollte gelungen sein ... nur hatte ich es doch tatsächlich geschafft - entgegen der Darstellung im Flyer - der Gesundheit zwischenzeitlich 'einen Schritt hinterher' zu stolpern.


Ernst Binder - einer von zwei Läufern der M80 - phänomenal!
III 8. Kemmerner Kuckuckslauf am 24.09.: Start 15:30 Uhr - Traumwetter, eher mit 24°C etwas warm, aber da gibt es kein Maulen. Die Stimmung im Ort ist wieder bestens - der verkleidete Kuckuck hatte die Bambinis kurz vor dem Hauptlauf angeführt - Zuschauernester an den richtigen Stellen an der 2km Strecke, die es fünf mal zu laufen gilt. Wasserstation auch an der besten Position. Genauso ist die Organisation. Großen Dank an das so engagierte SCK Running Team. Für den Joggler ist es eine Party in ansonsten sehr ambitionierter Lauf-Umgebung. Den Rhythmus der Samba-Gruppe 'Paixao' aus Coburg fünf mal mit den Bällen zu erwidern ist dabei ein besonderes Vergnügen. Und nach dem Lauf kann ich mich mit Ernst Binder aus Nürnberg unterhalten, der das Laufen nicht lassen kann und - wie ich ihm nur bestätigen kann - auch nicht sollte, solange es ihm gut tut.


II 30. Erlanger Arcadenlauf in die Mönau am 17.09.: Start 15:10 Uhr am Kanal im Regen, 10km, 4 Bälle dabei, aber fast ausschließlich 3 Bälle jongliert wegen des Dauerregens, bei 17°C aber dennoch ganz gute Laufbedingungen, da glücklicherweise der erst während des Laufes intensiver werdende Regen die (hauptsächlich) Waldstrecke noch nicht so aufgeweicht hatte. Schade nur, dass wetterbedingt  - und ausgerechnet beim Jubiläum - das ansonsten immer wieder schöne Ambiente nach dem Lauf (Essen, Trinken, Entspannen, Musik, Siegerehrung) auf dem Sportfeld in die Halle verlegt werden musste.


I 13. Erlanger Nachtlauf am 09.09.: Start 20:30 Uhr mit Feuerwerk(!), 11,4km (3 Runden), 3 weiße Bälle, angenehme 23 Grad zu Beginn, sternenklare Nacht, Straßen und Feinschotterwege, im Naturschutzgebiet mit Fackeln markiert (hier dann die Atmosphäre genießen ohne Jonglieren:-))

Montag, 17. Oktober 2016

Michal Kaprals Ziel beim Chicago Marathon 2016: 26.2 Miles Joggling ohne Drop ...

Nun hat der kanadische Weltrekord-Joggler auch dieses Ziel erreicht und das in einer Zeit unter 3 Stunden ...


Der renommierte amerikanische Nachrichten-Sender NPR berichtete und die BBC hat aus einem Interview mit Michal ein schönes Video in 'Sportshour' erstellt.

Samstag, 15. Oktober 2016

Tobias Thiel war zum zweiten Mal Joggler beim München Marathon auf der Halbdistanz

Herausgefunden hatte es Heinz Rasten bei einer Internet-Recherche. Tobias Thiel ist Jongliertrainer in München und hatte bereits 2010 jonglierend die 21km-Distanz des München Marathons gelaufen. Nun berichtete er auf seiner Website. Heinz war gleichzeitig in München auf der Gesamtstrecke unterwegs, lediglich diesmal ohne Bälle. Und so schreibt er: Schade, dass ich Tobias nicht direkt begegnet bin.

Hier der Bericht mit Video von Tobias

Freitag, 9. September 2016

Die 6.Internationalen Rückwärtslauf-Weltmeisterschaften

... fanden vom 15.-17.Juli in Essen statt. 

Und das war ein von den Mitgliedern des 1.RetroRunning-Club Deutschland e.V. bestens organisiertes und von fröhlicher Begeisterung und Fairness getragenes, vollkommen beeindruckendes Sportevent für alle die es als Athleten oder Zuschauer miterleben konnten. 
Zwei Joggler waren dabei, wenn auch bei den Wettkämpfen als 'reine' Rückwärtsläufer (einer davon der im vorher gehenden Post abgebildete mehrfache Joggling-Weltrekordhalter Daniel Raum).

Alles was bei den Laufdisziplinen im Leichtathletikbereich vorwärts angeboten wird: 100m-200m-400m-+die entsprechenden Staffeln-1500m-3000m-5000m-10000m bis zum Halbmarathon fand auch hier statt - nur eben rückwärts und auf absolutem Weltklasseniveau.
Retro-Joggling konnte dabei eigentlich nur eine kleine Beigabe sein und ging dementsprechend manchmal ein wenig in einer Wettkampfpause.
(Im Video von Martin Resch sind wir bei der Zeitmarke 1:22 kurz zu sehen.)

Fasziniert vom sportlichen Geschehen lief natürlich auch meine Kamera mit, wann immer es ging.
In nächster Zeit stelle ich hier ein paar wenige ganz kurze Videos ein, die daraus entstanden sind und vielleicht Lust auf mehr machen (s.u.).

10000m Finale


Eine äußerst umfassende Dokumentation (in 45 Videos) beginnend mit der Eröffnungsfeier über die meisten Wettkämpfe bis zum Halbmarathon haben Mitglieder des spanisch-katalonischen Teams mit der esbufecs run cam zusammengestellt. Hier lohnt es sich unbedingt mal rein zu schauen, denn neben den sportlich überragenden Leistungen kommt auch viel von der Atmosphäre bei dieser WM rüber.

Freitag, 22. Juli 2016

Guiness Weltrekord: Daniel Raums Weltrekord als Joggler über die Distanz von 50 Meilen ist nun amtlich!

Mehr als 25 Jahre lang war der 50-Meilen-Joggling-Rekord in der Hand von drei verschiedenen US-Amerikanern. Jetzt ist es offiziell, dass Daniel ihn nach Europa geholt hat!
Und Daniel kann auch rückwärts: hier am 17.07.2016 auf der Halbmarathondistanz bei der 6.IRR WM in Essen

Freitag, 24. Juni 2016

Drei- und Vier-Ball-Joggling beim 18.Altstadtfestlauf in Lauf

Das war eine heiße Nummer - der 18. Altstadtfestlauf, in leichtem Auf und Ab durch die Stadt Lauf und ihre Pegnitzwiesen. Die Auftaktveranstaltung für das dortige Altstadtfest immer zu Johannis - bestens organisiert von Andreas Janker und der Lebenshilfe Nürnberger Land - bietet eine zweimal zu laufende Fünf-Kilometer-Runde mit abwechslungsreichem Flair und vor allem im Festbereich garantiert zahlreicher Publikumsunterstützung. 

Der Röthenbacher Geher als Moderator
33°C zeigte das Thermometer noch beim Start um 18 Uhr an und zudem war die Luftfeuchtigkeit recht hoch. Entsprechend war das Startfeld kleiner als im vergangenen Jahr, obwohl zunächst ähnlich viele Starter gemeldet waren. Noch am Morgen hatte ich gedacht, dass es sich bei dieser Hitze wohl mit drei Bällen besser lief und nur weil ich vor meiner Abfahrt von zu hause aus noch auf eine Ankündigung von Andreas aufmerksam wurde, in der unter Anderen die Startnummer 16 als jonglierender Läufer mit vier Bällen angekündigt wurde, ging auch der vierte Ball mit und sollte auch zum Einsatz kommen.

Entsprechend hatte ich mir vorgenommen, noch mehr als sonst darauf zu achten, mich nicht vom allgemeinen Tempo kriegen zu lassen und einen den Bedingungen angepassten Lauf anzugehen. Also auf jeden Fall in der ersten Runde gemütlich und dann sehen, was noch geht. Und trinken, trinken, trinken. Das wurde schon vor dem Lauf bestens angeboten und ging dann auf der Strecke alle 2,5km und hier trank ich meistens gleich zwei Becher leer. Von Anfang an befand ich mich im hinteren Lauffeld, fand mein passendes Tempo, oft mit vier Bällen, und wo die Sonne blendete, eben nur drei werfend.


So blieb es bis ins Ziel ein schöner Zehn-Kilometer-Lauf. Dort wo hilfsbereite Einwohner mit ihrem Gartenschlauch den Läufern Abkühlung verschafften, nutze auch ich auf meiner zweiten Runde diese so ausgiebig wie selten zuvor und dort wo das Publikum stand, war der Applaus natürlich sowieso ein willkommener Lohn für die Hitzebedingten Mühen.

Ich freue mich noch heute über die ehemalige Einladung von Andreas Janker bei seiner Veranstaltung als Joggler mit zu machen und werde im nächsten Jahr sicher wieder mit dabei sein.

Sonntag, 12. Juni 2016

Heinz Rasten 'jonglier-lief' die Marathon-Distanz in Würzburg

Heinz schreibt dazu:
Diesen Marathon kann man nur empfehlen: Verpflegung super – Helfer auf der Strecke und am Ziel - trotz Regen - immer freundlich!

Mein Marathonerlebnis: Direkt nach dem Start musste ich dem freundlichen Moderator ein paar Fragen beantworten. Die Zeit habe ich mir natürlich gerne genommen. Da ich jedoch als Letzter losgelaufen bin, hatte der „Besenwagen“ (ein Motorrad)  einen kleinen Vorsprung. Bei der Aufholjagd passierte auch noch zusätzlich mein 1. Drop. Nach kurzer Zeit hatte ich dann die letzten Läufer eingeholt und arbeitete mich mit einem guten Tempo immer weiter nach vorne. Ich wollte die erste Runde um die 2:15 h laufen, da ich wusste, dass die Topläufer für den Marathon ca. 2:30 h benötigen würden. Der Worst-Case-Fall wäre gewesen: Der Spitzenläufer läuft an mir vorbei – ich erschrecke mich - lasse die Bälle fallen und behindere damit die nachfolgenden Läufer. Dies wollte ich auf jeden Fall ausschließen und so lief ich die erste Runde (mit einigen Regenschauern!) so schnell wie möglich. Es hat zwar nicht für 2:15 h gereicht, aber einen Topläufer habe ich auch nicht gesehen.
 

 
Im Film zum Marathon ist Heinz bei der Zeitmarke 2:41 zu sehen.

Nach der ersten Runde wurde es einsam. Alle Läufer und Läuferinnen in meiner Nähe bogen zum Ziel des Halbmarathons ab. Ich war ziemlich alleine unterwegs. Bei km 22 kam dann auch noch ein Wolkenbruch hinzu und die Fehler 2, 3 und 4 passierten mir innerhalb eines Kilometers. Meine Wade machte sich dann auch noch ein bisschen bemerkbar und ich nahm etwas das Tempo heraus. So lief ich die nächsten 10 km schön gemütlich (muss auch mal sein!). Bei km 32 war ich bei einer Trinkpause ziemlich verwundert. Schnelle Läufer waren auf einmal auf der Strecke. Ich erfuhr von den Helfern, dass der 10 km-Lauf  gestartet war. Die Spitzenläufer ließ ich an mir vorbeirauschen. Dann fädelte ich mich ein und fand Läufer in meinem Tempo. Die Wade hatte sich erholt und ich ließ mich von der „Meute“ ziehen. Ich lief richtig im Rausch und habe Zeit gut gemacht! Bei km 37 war ich zwar wieder alleine aber der Rest war mit meinem Adrenalin-Gehalt im Blut nur noch ein Kinderspiel. Insgesamt 6 Fehler und eine Zeit unter 5h.

Meine Frau und ich überlegen, nächstes Jahr wieder nach Würzburg zu fahren.